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Veröffentlicht am 27. März 2026

Internationale Zusammenarbeit im Zentrum der RSAC-Konferenz 2026

Die zunehmend herausfordernde geopolitische Situation hinterlässt auch im Cyberraum ihre Spuren. Umso entscheidender ist der internationale Austausch und die enge Zusammenarbeit. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus über 45 Ländern diskutierte Florian Schütz an der RSAC Conference 2026 in San Francisco zentrale Fragen rund um Künstliche Intelligenz, Regulierung und globale Kooperation.

Im Rahmen der Teilnahme an der diesjährigen RSAC Conference 2026 in San Francisco stand für das Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) insbesondere der fachliche Austausch zu aktuellen Herausforderungen und strategischen Entwicklungen im Cyberraum im Vordergrund. Ein zentrales Element bildete das «International Cybersecurity Forum», an dem hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus über 45 Ländern teilnahmen. Die Diskussionen konzentrierten sich auf den verantwortungsvollen Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Cybersicherheit, etwa im Spannungsfeld zwischen neuen Möglichkeiten zur Angriffserkennung und zusätzlichen Risiken durch automatisierte Angriffsmethoden, sowie auf die Weiterentwicklung internationaler Kooperationsmechanismen. Dabei wurde deutlich, dass gemeinsame Ansätze zur Bewältigung grenzüberschreitender Cyberbedrohungen zunehmend konkreter und operativer ausgestaltet werden.

Leitthema: «The Power of Community»

Ergänzend zur Hauptkonferenz, die unter dem Leitthema «The Power of Community» stand, fanden verschiedene vertiefte Fachsitzungen und Roundtables statt, teils im kleineren, fachlich fokussierten Rahmen. Im Zentrum standen unter anderem Fragen der Sicherheit von KI-Anwendungen, der Harmonisierung regulatorischer Ansätze, der internationalen Zusammenarbeit sowie des Informationsaustauschs und koordinierter Cyberoperationen. Ein kontrovers diskutiertes Thema waren sogenannte «Active Defense», also die Abwehr von Cyberangriffen durch Gegenangriffe. Im Rahmen der Konferenz wurden zentrale Spannungsfelder diskutiert, die auch in der Schweiz relevant sind: das Spannungsfeld zwischen Sicherheit und Innovation, zwischen nationaler Souveränität und internationaler Zusammenarbeit sowie zwischen dem Tempo technologischer Entwicklungen und der Regulierung. Digitale Souveränität soll dabei nicht als Autarkie verstanden werden, sondern als Überlegung, wie Vertrauensbeziehungen erhalten oder ausgebaut werden können. Gleichzeitig wurde betont, dass internationale Kooperation weiterhin entscheidend ist. Die Lieferketten sind immer noch international und Regionalisierungsbemühungen einzelner Staaten bislang nur begrenzt erfolgreich. Regulierungen sollen in erster Linie der Cybersicherheit dienen, ohne Innovation oder operative Sicherheit zu beeinträchtigen. Die Diskussionen zu Regulierung, Souveränität und der aktuellen Bedrohungslage liefern wichtige Anknüpfungspunkte für die weiterführenden Arbeiten auf nationaler Ebene.

Austausch mit internationalen Partnern

Im Austausch mit internationalen Partnern, unter anderem im Dialog mit der Industrieorganisationen und führenden Technologieunternehmen,, wurden Perspektiven zur Weiterentwicklung der Cyber Threat Intelligence sowie zur Intensivierung der operativen Zusammenarbeit diskutiert. Im Fokus standen dabei insbesondere Ansätze, wie Informationsflüsse verbessert,gemeinsame Lagebilder noch wirkungsvoller genutzt und Massnahmen gegen Betrug und Cyberangriffe konsequenter umgesetzt werden können.

Einordnung internationaler Entwicklungen

Übergreifend zeigte sich, dass Themen wie die Harmonisierung regulatorischer Ansätze, der Umgang mit neuen technologischen Entwicklungen sowie Fragen der digitalen Souveränität vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen Lage weiter an Bedeutung gewinnen und vielfach vergleichbare Fragestellungen auch im nationalen Kontext betreffen.