Pilotprojekt zur Stärkung der Cybersicherheit in Störfallbetrieben
Die zunehmende Digitalisierung macht auch Betriebe mit gefährlichen Stoffen anfälliger für Cyberrisiken. Ein gemeinsames Pilotprojekt des BACS, des BAFU und der zuständigen kantonalen Vollzugsstellen zeigt, wie Unternehmen gezielt für diese Risiken sensibilisiert werden können und ihre Cyberresilienz verbessert werden kann.
Kommt es in Betrieben, in denen gefährliche Stoffe oder Gefahrengüter schwere Schäden für Bevölkerung oder Umwelt verursachen könnten zu Cyberangriffen, technischen Manipulationen oder Fehlfunktionen von IT- und OT-Systemen, ist es nicht auszuschliessen, dass dies die Bevölkerung und Umwelt gefährden kann. Vor diesem Hintergrund haben das Bundesamt für Umwelt (BAFU) und das Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) in Zusammenarbeit mit den für die Störfallvorsorge zuständigen kantonalen Vollzugsstellen, gemeinsam einen neuen Ansatz zur Aufsicht der Cybersicherheit in Störfallbetrieben erprobt.
Ziel war es, mithilfe des vom BACS entwickelten Fragenkatalogs zur Cyberresilienz (CyRA) im Rahmen von strukturierten Gesprächen Unternehmen für Cyberrisiken zu sensibilisieren, Abhängigkeiten geschäftskritischer Prozesse von IT- und OT-Systemen sichtbar zu machen, konkrete Verbesserungsmöglichkeiten zu identifizieren und Erkenntnisse über die Gefährdung durch Cyberrisiken zu gewinnen. Der Ansatz erwies sich als praxistauglich und mit vertretbarem Aufwand umsetzbar. Das BACS will den Ansatz nun weiterentwickeln, damit Vollzugsstellen und Regulatoren ihn künftig eigenständig einsetzen können.
