Cyberbedrohungen

Abofalle
Angebot im Internet, das auf den ersten Blick kostenlos erscheint, sich dann aber als teures Abonnement entpuppt. Diese Angebote zielen darauf ab, den Internetnutzer zu einem schnellen Vertragsabschluss bzw. einem Leistungsbezug zu verleiten.

Angriff auf die Verfügbarkeit (DDoS)
Angriff auf die Verfügbarkeit von Webseiten oder anderen Internetdiensten. Diese Dienste werden durch eine grosse Anzahl an Anfragen überlastet.

Anrufe im Namen von Fake-Behörden
Das BACS erhält immer wieder Meldungen zu Anrufen angeblich von einer Behörde. Dabei wird beispielsweise behauptet, dass es Unregelmässigkeiten mit der SwissID und dem Bankkonto gebe.

Betrügerische Gewinnspiele
Vermeintliche Gewinnversprechen von Mobilfunkgeräten oder Gutscheinen. In vielen Fällen werden diese im Namen von bekannten Lebensmittel- oder Detailhändlern versendet.

Betrügerische Jobangebote
Meldungen zu betrügerischen Jobangeboten, die über Messaging-Dienste wie WhatsApp verteilt werden. Angebliche Recruiting-Firmen locken mit aussergewöhnlichen Verdienstversprechen.

Betrügerischer Webshop (Dubioser Webshop)
Waren, die über den Webshop bestellt wurden, werden nicht geliefert. Kontaktangaben eines Webshops fehlen oder sind fehlerhaft.

Business E-Mail Compromise (Rechnungsmanipulationsbetrug)
Bereits versendete Rechnungen werden mit geänderter IBAN-Nummer nochmals versendet oder es wird generell darauf hingewiesen, für zukünftige Zahlungen ein anderes Konto zu benutzen.

CEO-Betrug
Angeblich dringende Zahlungsaufforderung vom Chef oder Präsidenten. Typischerweise ist der Chef oder Präsident für Rückfragen telefonisch nicht erreichbar.

Cybersquatting / Corporate Identity Theft
Jemand versucht, eine bestehende Firma oder eine Person zu imitieren. Hierzu registriert er eine Domäne, die der Originaldomäne zum Verwechseln ähnlich sieht.

Datenabfluss
Es sind Daten abgeflossen. Sie werden möglicherweise mit der Veröffentlichung dieser Daten erpresst. Sie wollen einen Datenabfluss melden.

Defacement
Inhaltliche Veränderung/Verunstaltung einzelner oder mehrerer Webseiten durch das Ausnützen einer Sicherheitslücke.

Domänenregistrierungsbetrug (Domainfraud)
Domaininhaber werden durch eine dubiose Firma informiert, dass Interesse an Domains mit gleichlautendem Namen besteht und diese umgehend registriert werden müssen.

Ersuchen um finanzielle Hilfe bei Bekannten
Eine Person aus dem Bekanntenkreis bittet um finanzielle Hilfe und gibt vor, in einer Notlage zu sein.

Fake Sextortion
Erpresser drohen mit der Veröffentlichung kompromittierender Bilder. Die Erpressungen kommen unerwartet. Erpresser und Opfer hatten im Vorfeld nie Kontakt.

Fake-Support
Ein Anrufer gibt sich als Mitarbeiter einer IT-Firma (typischerweise Microsoft) aus und gibt vor, dass der Computer verseucht sei und repariert werden müsse. Dazu müsse eine Software installiert werden.

Finanzagenten
Ein Jobangebot beinhaltet den Empfang und Weiterversand von Geld. Dazu muss das eigene Bankkonto zur Verfügung gestellt werden.

Gefälschte Drohmails von Behörden
Gefälschte Drohmails von Behörden, sogenannte Fake Extortion E-Mails, sind eine Betrugsart, bei der vorgegeben wird, dass die angeschriebene Person eines massiven strafrechtlichen Fehlverhaltens überführt worden sei und die Anklage gegen sie nur durch eine Geldzahlung fallengelassen werden können.

Hacking (mit Daten aus einem Datenabfluss)
Eindringen in ein System oder ein Konto. Hierzu werden Passwörter verwendet, welche zuvor bei einem Datenabfluss abhanden gekommen sind.

Kleinanzeigenbetrug
Ein Artikel auf einer Kleinanzeigenplattform wird nicht geliefert oder nicht bezahlt.

Kleinanzeigenbetrug – Trotz Verkauf bezahlen
Beim Verkauf eines Artikels auf einer Kleinanzeigenplattform muss eine Gebühr, zum Beispiel für den Transport oder die angebliche Banküberweisung, bezahlt werden.

Online-Anlagebetrug
Angebote, die grosse Gewinne in kurzer Zeit versprechen. Die Firma ist meist nur im Internet tätig und es ist schwierig, die Seriosität der Firma festzustellen.

Paket Abofalle
Eine Paketankündigung mit der Forderung, eine kleine Gebühr zu bezahlen. Es werden Kreditkartendaten verlangt.

Phishing, Vishing, Smishing
Mittels Phishing versuchen Kriminelle, die Opfer zu verleiten, ihre Passwörter und weitere persönliche Informationen anzugeben. Ein anderer Weg, um an sensible Daten zu kommen, ist das so genannte Vishing («Voice» und «Phishing»). Beim Vishing werden Opfer mündlich, meist am Telefon, zu Handlungen aufgefordert, von denen sie glauben, sie seien in ihrem Interesse. Auch per SMS können Daten gestohlen werden. Smishing ist eine Form des Phishings («SMS» und «Phishing»), bei dem überzeugende Phishing-SMS/Textnachrichten verwendet werden, um ein potenzielles Opfer dazu zu verleiten, auf einen Link zu klicken und private Informationen zum Betrüger zu senden.

Ransomware
Daten auf dem Computer sind nicht mehr verfügbar respektive sind verschlüsselt.

Romance Scam
Die digitale Form des Heiratsschwindels wird als «Romance Scam» oder «Love Scam» bezeichnet (dt. Liebesbetrug).

Rufschädigung
Auf Webseiten, über E-Mails oder in Sozialen Medien werden unwahre Informationen verbreitet, die den Ruf einer Firma oder einer Person schädigen.

Schadsoftware
Schadsoftware kann unterschiedliche Auswirkungen haben z. B. ein Abhören von Kommunikation, ein Stehlen oder Zerstören von Daten oder eine Manipulation einer e-Banking Transaktion.

Schwachstelle
Eine Schwachstelle wurde gefunden oder eine Schwachstelle wurde ausgenutzt.

Sextortion
Angreifer drohen mit der Veröffentlichung von kompromittierenden Bildern oder Videos, falls Sie nicht auf eine Lösegeldforderung eingehen. Im Vorfeld wurden die Opfer über soziale Netzwerke kontaktiert und verführt sich vor der Kamera auszuziehen.

Social Media Hacking
Stehlen von Zugangsdaten und Hacken eines Kontos eines sozialen Netzwerks.

Überzahlbetrug (Checkbetrug)
Ein höherer Betrag als vereinbart wird mittels ungedecktem Check bezahlt. Die Differenz soll zurückbezahlt werden.

Verbotene Pornographie
Das Gesetz benennt drei Formen von Pornografie, die generell unter Strafe gestellt werden: Pornografische Darstellungen mit Kindern, Tieren und Gewalttätigkeiten.

Vorschussbetrug
Frei erfundene Versprechungen wie Gewinne oder Erbschaften, die meist per E-Mail versendet werden. Wird auf eine solche Nachricht geantwortet, wird unter irgendwelchen Vorgaben eine Vorauszahlung, wie Gebühren, Anwaltskosten oder Gewinnsteuern verlangt.

Webadministratoren-Erpressung
Angreifer senden eine E-Mail oder eine Meldung über das Kontaktformular des Unternehmens, dass der Server gehackt worden sei. Eine Lösegeldzahlung soll verhindern, dass der Fall publik wird.

Werbung für Online-Anlagebetrug
Bekannte Persönlichkeiten werben angeblich für lukrative Investmentangebote. Mit diesen Angeboten sollen sie in kürzester Zeit viel Geld verdient haben.