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Geräteschutz, Passwörter und Zugriffsschutz

Gut geschützte Geräte bilden die Grundlage für digitale Sicherheit. Eine Firewall, ein Antiviren-Programm und automatisierte Updates des Betriebssystems, von Programmen und Mobilgeräten, senken das Risiko von Schäden durch Malware oder unbefugte Zugriffe. Starke Passwörter und Zugriffsschutz sind ebenfalls ein wichtiger Faktor.

Smartphones, Tablets und Computer enthalten viele persönliche und wichtige Daten. Wenn sie nicht ausreichend geschützt sind, können Malware, Hackerangriffe oder technische Probleme schnell zu Schäden oder Datenverlust führen. Ein bewusster Umgang mit den Geräten und Sicherheitsfunktionen bildet die Grundlage, um Attacken frühzeitig abzuwehren.

Geräte einrichten

Moderne Betriebssysteme verfügen bereits über grundlegende Sicherheitsfunktionen wie eine integrierte Firewall, einen Virenschutz und eine automatische Update-Funktion. Aktivieren Sie die entsprechende Funktion, wenn Sie bei der Installation des Betriebssystems dazu aufgefordert werden. Achten Sie insbesondere darauf, dass Ihr Gerät stets auf dem aktuellen Stand gehalten wird, da veraltete Software ein Einfallstor für Cyberkriminelle darstellt.

  • Stellen Sie sicher, dass sämtliche Geräte (Computer, Smartphones, Tablets, usw.) verfügbare Sicherheits-Updates automatisch einspielen.
  • Aktivieren Sie die im Betriebssystem eingebaute Firewall, bevor Sie Ihr Gerät mit dem Internet oder einem anderen Netzwerk verbinden.
  • Nutzen Sie ein Virenschutzprogramm und aktivieren Sie die automatische Update-Funktion. Führen Sie regelmässig eine vollständige Systemprüfung durch.
  • Installieren Sie nur Software und Apps, die Sie tatsächlich benötigen, und laden Sie diese ausschliesslich von offiziellen Herstellerseiten oder aus offiziellen App-Stores herunter.
  • Aktivieren Sie die Verschlüsselung der Harddisk. Die Verschlüsselung der Festplatte schützt gespeicherte Daten vor unbefugtem Zugriff, indem sie alle Inhalte nur nach erfolgreicher Authentisierung lesbar macht – selbst bei Verlust oder Diebstahl des Geräts.

Direkt mit dem Internet verbundene Geräte

Vermeiden Sie, dass Geräte direkt mit dem Internet verbunden sind. Schalten Sie stattdessen einen Router mit Firewall dazwischen. In der Regel reicht es, wenn Sie die Geräte an den Router Ihres Providers anschliessen. Seien Sie vorsichtig, wenn Sie Zugriffsregeln auf der Firewall Ihres Routers oder Ihres Computers verändern.

Geräte, die direkt mit dem Internet verbunden sind, müssen besonders geschützt sein. Verwenden Sie Passwörter, die den aktuellen Anforderungen entsprechen, und achten Sie darauf, dass die Software auf dem Gerät auf dem neuesten Stand ist und mithilfe automatischer Updates auch aktuell bleibt.

Mobiltelefon

Mobiltelefone enthalten eine Fülle an persönlichen und geschäftlichen Daten und erfordern daher zusätzlichen Schutz:

  • Verwenden Sie eine sichere Authentisierung (PIN, Passwort oder biometrische Verfahren) und aktivieren Sie eine kurze automatische Sperrzeit.
  • Erledigen Sie keine E-Banking-Geschäfte oder andere sensible Aktionen in öffentlichen WLANs z. B. in Cafés, Hotels usw.
  • Laden Sie Apps ausschliesslich aus anerkannten Stores herunter und prüfen Sie Bewertungen und Zugriffsrechte kritisch.
  • Halten Sie Betriebssystem und Apps stets aktuell, um bekannte Sicherheitslücken zu schliessen.
  • Erstellen Sie Backups über Cloud-Dienste, PC-Synchronisation oder externe Speichermedien.
  • Stellen Sie sicher, dass die Daten auf Ihrem Gerät verschlüsselt gespeichert sind.
  • Aktivieren Sie entsprechende Dienste, um Ihr Gerät im Verlustfall zu orten oder Daten löschen zu können.

Netzwerk und WLAN zu Hause

Das Heimnetzwerk verbindet alle Ihre Geräte mit dem Internet. Ein ungesichertes Heimnetzwerk kann den Kriminellen als Einfallstor dienen und sämtliche verbundenen Geräte gefährden.

  • Sichern Sie den Router und das WLAN ab. Ändern Sie das voreingestellte Router‑Passwort. Halten Sie die Firmware aktuell, nutzen Sie dazu den Sicherheitsstandard für WLAN-Netzwerke WPA3 (mindestens WPA2) und richten Sie ein separates Gast‑WLAN ein.
  • Verwenden Sie starke WLAN‑Passwörter. WLAN‑Passwörter müssen länger sein als normale Passwörter – das BACS empfiehlt mindestens 20 Zeichen, um Angriffe wirksam zu erschweren.
  • Schützen Sie Ihre Smart‑Home‑Geräte. Ändern Sie Standardpasswörter, führen Sie regelmässig Updates durch und vermeiden Sie, wo möglich, den direkten Internetzugriff auf Geräte.

Passwörter und Zugriffsschutz

Sowohl Ihr Computer als auch Ihr Mobiltelefon sowie verschiedene Online-Dienste verlangen die Vergabe eines Passwortes. Schlecht gewählte oder zu kurze Passwörter stellen ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Schützen Sie Ihre Geräte und Online-Zugänge vor fremdem Zugriff, so wie Sie die Türe abschliessen, wenn Sie das Haus oder die Wohnung verlassen.

  • Nutzen Sie für jeden Dienst ein eigenes Passwort, aktivieren Sie wo möglich die Zwei-Faktor-Authentisierung und nutzen Sie einen Passwortmanager, der diese ebenfalls unterstützt.
  • Verwenden Sie für jeden Online-Dienst ein separates Passwort mit mindestens 12 Zeichen aus Gross- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen.
  • Wechseln Sie Passwörter sofort, wenn Sie vermuten, dass sie Dritten bekannt sind.
  • Geben Sie Passwörter nie auf Seiten ein, die Sie über einen Link geöffnet haben, und tippen Sie Web-Adressen stets manuell ein.
  • Seriöse Unternehmen fragen niemals per E-Mail oder Telefon nach Ihrem Passwort.
  • Sperren Sie den Bildschirm bei Nichtbenutzung und lassen Sie Geräte in der Öffentlichkeit nie unbeaufsichtigt.

Jedes Passwort kann auf seine Qualität hin geprüft werden. Der Datenschutzbeauftragte des Kantons Zürich stellt dazu öffentlich und kostenlos im Internet einen Passwort-Checker zur Verfügung. Geben Sie aber nicht Ihr richtiges, sondern ein ähnliches Passwort ein.

Weiterführende Informationen

S-U-P-E-R.ch – Führen Sie regelmässig Updates durch

Schweizerische Kriminalprävention (SKP): Prüfen Sie Ihren Virenschutz